Seeforelle

Seeforelle (Truta lacustris, Salmo ruta L.)
Familie der Salmonidenfranzösisch: truite de lac
italienisch:trotela de fiumen
englisch: lake-trout

Kennzeichen: In der Jugend schlank, mit zunehmendem Alter gedrungene Form. Schwarze, unregelmässige Tupfen. Silberglänzende Seiten. Fettflösschen, gerades Schwanzende. Länge bis ca 1 m, Gewicht bis 40 Pfund.

Aufenthalt: Man unterscheidet zwischen Schweb- und Grundforellen. Erstere halten sich vorwiegend in der Schweb auf und ernähren sich von verschiedenem Kleingetier. Die Grundforellen halten sich in der Tiefe auf und sind ausgesprochene Raubfische.

Laichzeit: Winter. Die Forellen steigen in die Zuflüsse, seltener in die Abflüsse, wo sie in kiesigem Untergrund Laichgruben scharren. Im Frühling, wenn das Wasser wieder etwas wärmer wird, halten sie sich auch in Ufernähe auf und tauchen erst im Frühsommer wieder in die Tiefe.

Kulinarisches: Die Seeforelle ist ein hochgeschätzter Speisefisch, welcher in seiner Qualität einem Frischlachs in nichts nachsteht. Besonders geeignet ist bei ganzen Fischen bis etwa 1.5 kg eine Zubereitung auf dem Grill. Filets oder Tranchen können gebraten, fritiert oder gedämpft verzehrt werden. Wie bei allen Salmoniden sollte die Sauce dem Charakter des Fisches angepasst werden und diesen nicht übertönen. Ein besonderer Leckerbissen sind Seeforellenseiten roh in einer Gewürzmarinade gebeizt oder als Carpaccio hauchdünn geschnitten.

Historisch-Ergötzliches: „Ein überauss löblich, gut, gesund Fleisch haben diese Fisch, also dass sie gar nahe alle andere Fisch übertreffen; doch werdten sie insonderheit durch den Sommer geprisen, so ir Fleisch rotlecht ist, welche Farb sie Winterszeit und in der Leych verlieren. Auch werden die höher gehalten so aus der Tieffen gezogen sind, dann die so zuöberst in den Wassern.“ (Brehm’s Thierleben).