Egli

Egli (Percus fluviatilis) Flussbarsch
Familie der Barschefranzösisch: perche 
italienisch
: pesce persico
englisch: perch

Kennzeichen: Der Rückenansatz steigt hinter dem Kopf steil an, der Körper ist seitlich etwas zusammengedrückt. Je nach Stimmung stellt der Barsch seine stachlige Rückenflosse steil auf oder legt sie auf den Rücken. Quer über die Seiten laufen acht dunkle Streifen. Im See sind die Barsche grünlich-grau und weit weniger farbig als in verkrauteten Flüssen und Altwassern. Sie werden bis etwa 3 kg schwer.

Aufenthalt: Obwohl er Flussbarsch heisst, lebt er vorwiegend in Seen zwischen Wasserpflanzen, Pfählen und Ufermauern. Weil das Nahrungsmittelangebot an diesen Stellen jedoch aufgrund der Gewässerverschmutzung stark zurückgegangen ist, finden sich heute vermehrt auch Barsche im Freigewässer und in der Seetiefe wenn dort genügend Sauerstoff vorhanden ist. Der Barsch ist ein gefrässiger Fisch- Laich- und Bruträuber, der nur in seiner Jugend ausschliesslich Plankton und anderes Kleingetier frisst. Er ist dann ein ausgesprochener Schwarmfisch und wird erst auf das Alter hin einzelgängerisch.

Laichzeit: April bis Mai. Die Eier werden dabei in schleierähnlichen Bändern an Wurzeln, Pflanzenteilen oder Steinen aufgehängt.

Kulinarisches: Die Barsche haben ein festes, grätearmes und sehr schmackhaftes Fleisch und sind als Eglifilets wohl des Schweizers bekanntestes und beliebtestes Fischgericht. Gebacken, à la meunière oder gedämpft sind sie die gefragtesten Fischspezialitäten. Kleine Eglis, ganz fritiert (Kretzer) finden vor allem am Bodensee und im Waadtland ihre Liebhaber.

Historisch-Ergötzliches: „Dein will ich gedenken, o Barsch, Du Freude der Tafel, unter den Flusserzeugten Du Seefischen vergleichbar, einzig des Wettstreites fähig mit röthlichen Barben des Meeres.“ (Brehm’s Thierleben).