Seeaibling

Seeaibling (Salvelinus alpinus)
Familie der Salmonidenfranzösisch: omble chevailier
italienisch: salmerino
englisch: char

Synonyme in der Schweiz: Rötel, Röteli, Zuger Röteli, Aemmel, Hamel, Bissling

Kennzeichen: Gestreckt und etwas seitlich zusammengedrückt. Flanken meist mit weisslichen oder roten Tupfen besetzt, oft auch unscheinbar, der Bauch meist orangerot. Paarige Flossen und Afterflosse am Vorderrand milchig-weiss. Sicheres Kennzeichen das kurze, kahnförmig, nur auf der Platte bezahnte Pflugscharbein.

Aufenthalt: Klares, kaltes stehendes Wasser, fast dauernd in der Tiefe. In der Laichzeit an steinigen Halden im Bereich von Bachmündungen. Wegen der Gewässerverschmutzung stark gefährdet und vielerorts bereits ganz verschwunden. Lebt räuberisch, kaum höher als 50 m unter der Oberfläche.

Laichzeit: Oktober bis Januar

Kulinarisches: Neben den Bachforellen der am meisten geschätzte Luxusfisch. Durch Züchtung und Importe aus Dänemark etwas abgewertet.

Historisch-Ergötzliches: „Das Fleisch des Saiblings ist unbestritten das vorzüglichste, welches Süsswasserfische uns liefern können, steht daher verdientermassen in höchster Achtung. Als die Benediktiner Admonts die ihrem Kloster zustehenden Rechte der Fischerei in der Steiermark aufgaben, behielten sie sich ausdrücklich alle Seen vor, in denen Saiblinge lebten. Wer Fleisch der letzteren genossen hat, erkennt die Weisheit dieser Massregel an. Für den gebildeteren Gaumen verhält sich der Saibling zur Forelle wie diese zum Lachse. Gerne und willig bezahlt man daher selbst in den noch immer forellenreichen Alpen drei bis sechs Mark für das Kilogramm dieses köstlichen Fisches.“ (Brehm’s Thierleben).