Hecht

Hecht(esox lucius)
Familie der Esociden (Hecht)französisch: brochet italienisch:luccio
englisch: pike

Kennzeichen: Langgestreckter Körper mit schnabelförmigem Mund und starker Bezahnung. Weit nach hinten verlagerte Rücken- und Afterflossen. Zeichnung und Färbung je nach Standort wechselnd als Tarnfärbung. Heller Bauch. Grösse bis 1.5 m und einem Gewicht bis etwa 20 kg

Aufenthalt: Vorwiegend in stehendem, weniger in langsam fliessendem Gewässer, gern in Ufernähe zwischen Wasserpflanzen. Der Hecht ist ein ausgesprochener Raubfisch, der in der Regel in einem Versteck auf seine Beute lauert: er frisst neben Fischen auch Frösche und junges Wassergeflügel und wirkt so als Gesundheitspolizist in den Seen. Er lebt kannibalisch, indem er auch eigene Artgenossen nicht verschont.

Laichzeit: Februar bis März, zum Teil bis in den Mai verzögert. Wenn der Schnee schmilzt und die Seen schwellen, gehen die Hechte an ihre Laichplätze bevorzugt an Schilfwiesen. Aufgrund von Fluss- und Uferkorrekturen reichen diese Plätze aber selten aus, den Bestand zu erhalten, sodass gezielte Laichfischerei und Aufzucht in Brutanstalten mithelfen muss.

Kulinarisches: Mit seinem kräftigen Fleisch zählt er zu den wertvollsten Speisefischen isefischen unserer Gewässer: Hecht gebacken, in Butter gebraten oder Tranchen goldgelb fritiert. Kleine Hechte bis 40cm sind auch blau ein Leckerbissen, während sich ältere Tiere eher für die Zubereitung von Terrinen und Hechtklösschen eignen.

Historisch-Ergötzliches: Die Tatsache, dass der Hecht ein grosser Raubfisch ist liess einige Legenden um ihn entstehen. Brehm nennt ihn den „Hai der Binnengewässer“, der auch Füsse und Hände von Menschen in die er sich verbeisst nicht verschont und Schwäne erstickt. Er weiss folgende Geschichte zu erzählen: „Zu Zeiten hat es sich begeben, dass einer ein Maulthier in den Rotten getrieben hat zu trinken; als nun das Maulthier oder Maulesel getrunken, ein Hecht ihm sein unter Lefftzen erbissen, also dass das Maulthier erschrocken von dem Wasser geflohen, den Hecht an der Lefftzen herausgezogen und abgeschüttelt hat, welcher vom Maultreiber gefangen und heym getragen worden.“