Aesche

Aesche (Thymallus thymallus)
Familie der Salmonidenfranzösisch: ombre de rivière
italienisch: temolo
englisch: graylingSynonyme in der Schweiz: Asch, Aesch, Knab, Aeschling, der Aescher

Kennzeichen: die Aesche ist ein schuppiger Fisch mit einer eleganten Stromlinienform. Sie besitzt einen spitzen Kopf, eine weiche und grosse, farbige Rückenflosse, das Schuppenkleid ist silbrig-glänzend. Meist hat sie eine Grösse von 25 – 40 cm und ein Gewicht bis etwa 3 Pfund.

Aufenthalt: Sie bevorzugt die sauerstoffreichen Bäche und Flüsse und hält sich dort aber selten im Unterlauf auf. Die Aesche ist ein gesellig lebender Fisch, der sich hauptsächlich von Kleingetier ernährt, sie gilt daneben auch als Bruträuber. Aufgrund der schlechten Wasserqualität haben die Bestände in der Schweiz stark abgenommen.

Laichzeit: März – April (nach drei Jahren). Die Eier werden dabei wie bei den Forellen in kiesigen Laichgruben abgelegt.Kulinarisches: Die Aesche gilt, vor allem im Herbst und Winter als kulinarische Delikatesse. Sportfischer schätzen eine Aesche für drei Forellen ein. Der Geschmack des kräftigen, aber sehr zarten Fleisches kommt am besten bei einer pochierten Zubereitungsart zur Geltung, bei der die Sauce den Geschmack des Fisches verfeinert und nicht übertönt.

Historisch-Ergötzliches: „Die Aeschen haben ein sehr gut, gesund undlöblich Fleisch, lieblich zu essen, mag aus allen süssen Wasserfischen zum allernächst gebraucht werden, anstatt dem Steinfisch auss dem Meer. Nach denen die gemeinen Albulen; zum dritten die Forellen. Sind gesund zu jeder Zeit des Jars. Von seiner Güte und Köstlichkeit wegen ist das Sprichwort kommen: Die Esch ist ein Rheingraff: es haben etliche der Alten geschrieben, dass diese Fisch Goldt fressn, welches sich doch bedunckt in solcher Gestalt zu verstehen seyn, dass sie fressen das Goldt aus dem beutel unnützer Leuthe, so ihr Goldt, Haab und Gut mit solchen köstlichen Fischen verschlecken.“ (Brehm’s Thierleben).